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34. Prager WinterBeglückende Tage in der Goldenen StadtDer „Prager Winter 2006" bleibt allen Teilnehmern wieder in bester Erinnerung |
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Für viele Musik- und Theaterfreunde im gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus bedeuten die ersten Tage eines neuen Jahres stets eine Reise nach Prag. Zum 34. Male hat dort heuer vom 2. bis 7. Januar das vom Institut für Bildungsreisen organisierte Musik- und Theater-Festival „Prager Winter" stattgefunden. Es hat den Teilnehmern auch diesmal nicht nur gefallen - es hat begeistert. Zu all den großartigen Darbietungen in den Theatern und Konzertsälen kam noch hinzu, dass im Gegensatz zu manchem früheren Jahr der äußere Rahmen durch mildes, trockenes Winterwetter an Stelle von Schnee, Frost und Glatteis gegeben war. Auch bei der diesmal 34. Auflage dieser Veranstaltungsreihe gab es - wie seit Jahren gewohnt - als Auftakt Mozarts „Don Giovanni" in einer prächtigen Aufführung im Ständetheater, also in dem Haus, in dem der Komponist am 29. Oktober 1787 die Uraufführung dieser „Oper der Opern" geleitet hat. Die Opernfreunde erlebten an den folgenden Tagen noch zwei weitere Darbietungen, und zwar in der Staatsoper. Dies war zunächst Rossinis „Der Barbier von Sevilla" in einer sehr farbigen Inszenierung und dann noch die selten gespielte, doch sehr beeindruckende Oper „Pique Dame" von Tschaikowsky. |
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Ballettabende standen zweimal auf dem Programm. Im Nationaltheater ging Tschaikowskys beliebter „Nussknacker" über die Bühne, diesmal aber nicht nach der Vorlage, die Marius Petipa bei der Uraufführung 1891 geliefert hat, sondern in einer nicht minder beglückenden, auf Charles Dickens' Wintermärchen basierenden Inszenierung von Youri Vämos. In der Staatsoper wurde unterdessen das kaum weniger erfreuende Ballett „Cindarella" von S. Prokofjew gegeben. Freunde symphonischer Musik kamen dreimal voll auf ihre Rechnung. Da gab es einen der seltenen Abende, an denen der wunderschöne Spanische Saal auf der Burg für die Öffentlichkeit geöffnet war. Das Radio-Symphonie-Orchester Prag ließ dort unter anderem Smetanas „Die Moldau" erklingen, dazu die in exotisch-berückende Klangfarben getauchte Symphonische Suite „Scheherazade" von N. Rimski-Kosakow. Im Smetana-Saal des Repräsentationshauses erfreute das Prager Symphonie-Orchester mit Werken von Martinu, Mozart und mit den „Bildern einer Ausstellung" von M. Mussorgsky in der Orchesterfassung von Maurice Ravel. Das Festliche Abschlusskonzert der Tschechischen Philharmonie im Rudolfinum brachte die Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmilla" von M. Glinka und die 8. Symphonie von A. Dvorak. Dazwischen spielte der mit atemberaubender Technik verblüffende junge Geiger Pavel Sporcl das Violinkonzert von Tschaikowsky. Diesem Abend folgte traditionsgemäß „Setkani", das Treffen aller Festivalteilnehmer auf der Karlsbrücke mit Musik, einem prächtigen Feuerwerk vor der beleuchteten Kulisse der Burg und einem Gläschen Becherovka. |
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Daneben wurde eine reiche Auswahl an Nachmittagsvorstellungen gegeben, darunter interessante Mischungen von Jazz und Klassik im Nationalmuseum und im Agnes-Kloster, Barockmusik im Spiegelsaal des Klementinums, „Don Giovanni" als Marionettentheater, ein Konzert der Musica Bohemica im Ständetheater, eine Darbietung von Merkwürdigkeiten im Theater Image, ein Konzert des Zimbel-Ensembles in der ehemaligen Kirche Simon und Juda sowie ein Besuch bei Mozart in der Villa Bertramka. Selbstverständlich durften einige Prager Spezialitäten nicht fehlen, so das Theater Spejbl und Hurvínek, das Schwarze Theater und schließlich noch die Laterna Magika, die diesmal mit der Legende von den Argonauten erfreute. Wie immer, so gehörten wieder perfekt geführte Rundgänge durch die Altstadt und die Burg zum Programm, ebenso die Unterbringung in bewährten Hotels.
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Hier finden Sie Bilder vom Prager Winter 2005: http://www.ifbbohemia.cz/winter.html |
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